Casino Streams bedroht von Verboten – so reagieren die Streamingplattformen

Casino Streams bedroht von Verboten – so reagieren die Streamingplattformen

Für Glücksspiel gelten strenge Regeln und auch viele Streaming-Plattformen werden zunehmend strenger. Während noch vor wenigen Jahren nahezu unkontrolliert am virtuellen Echtgeld-Slot gespielt werden konnte, ist das heute nicht mehr möglich.

So hat beispielsweise die bekannte Plattform Twitch die beliebten Spielautomaten-Streams aus dem Programm genommen und in ihren Richtlinien festgelegt, dass die Streamer keine Echtgeldspiele mehr übertragen dürfen. Streamer und Fans kritisieren diese Regel heftig, da für sie wenig dagegen spricht, seriöse Plattformen mit geprüften Auszahlungsquoten zu bewerben.

Wer zum Beispiel bei NetBet Österreich spielt, findet dort eine große Auswahl klassischer und moderner Online-Glücksspiele und kann sich durch attraktive Boni zusätzliches Guthaben sowie Freispiele sichern. Wir möchten nun die Gründe für die kontrovers diskutierten Streaming-Verbote und Gründe dagegen beleuchten. Außerdem zeigen wir in diesem Artikel, wie die verschiedenen Plattformen mit dem Thema Glücksspiel und den damit verbundenen Gefahren umgehen.

Gründe für ein Verbot von Glücksspiel-Streams

Glücksspiel-Streams haben in den letzten Wochen und Monaten für viele Diskussionen und erhitzte Gemüter gesorgt. Sie bieten zwar abwechslungsreiche Unterhaltung und sind sehr beliebt, dennoch gibt es Gründe, die für ein Verbot dieser Streams sprechen:

  • Suchtgefahr: „Glücksspiel kann süchtig machen“. Dieser Hinweis ist vielfach zu hören und zu lesen, und tatsächlich besteht die nicht unerhebliche Gefahr, schneller, als man denkt, in eine Spielsucht hineinzurutschen. Die ständige Verfügbarkeit und die scheinbar leicht erzielbaren Gewinne können dazu beitragen, dass Zuschauer der Streams übermäßig zum Spielen motiviert werden und dabei die Kontrolle über ihr eigenes Spielverhalten Dies wiederum kann mit erheblichen finanziellen Problemen verbunden sein.
  • Jugendschutz: Für Minderjährige ist es leicht, sich Zugang zu den Streams zu verschaffen. Dies ist ein Grund zur Besorgnis, denn die jungen Menschen gelten als besonders gefährdete Gruppe. Zudem ist die Teilnahme am Echtgeldspiel unter 18 Jahren illegal, weshalb Minderjährige nicht durch Streams für diese Form der Unterhaltung begeistert werden dürfen.
  • Häufig verherrlichende Darstellung von Glücksspielen: Viele der großen Streamer haben Kooperationen mit den Glücksspielplattformen, die sie in ihren Streams nutzen. Dementsprechend positiv werden die Plattformen in den Streams dargestellt. Kritik findet bei vielen Streamern nicht statt. Daher gehen die Zuschauer möglicherweise von falschen Voraussetzungen aus, wenn sie sich auf diesen Glücksspiel-Websites registrieren.
  • Glücksspiel ist zu präsent im Alltag: Wer einen bestimmten Streamer gerne mag, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dessen Glücksspiel-Streams ansehen, selbst wenn eigentlich bislang keine Affinität zum Spielen vorhanden ist. Es wird der Eindruck erweckt, Glücksspiele gehören zu guter Unterhaltung einfach dazu, was Menschen zum Spielen verleitet, die ohne solche Streams nicht gespielt hätten.

Es sind somit gute Gründe vorhanden, Glücksspiel-Streams vollständig zu verbieten. Dies wäre ein Beitrag zum Spieler- und Jugendschutz. Allerdings gibt es auch Gründe gegen ein Verbot, wie der folgende Abschnitt zeigen wird.

Gründe gegen ein Verbot von Glücksspiel-Streams

Sowohl die Streamer als auch die Betreiber der Plattformen sind sich der Gefahren von Online-Glücksspielen in der Regel bewusst. Dennoch halten es viele Fans der Streams und auch ein Teil der Fachleute für falsch, die Streams vollständig zu verbieten. Stattdessen wird empfohlen, klare Regeln festzulegen, die einen guten Schutz der Zuschauer sicherstellen. Folgende Gründe sprechen gegen ein Streaming-Verbot für Glücksspiel-Inhalte:

  • Informationswert: Glücksspiel-Streams können informativ sein und interessante Einblicke in die Welt dieser Spiele bieten. Sie helfen den Zuschauern, die Spiele besser zu verstehen. Glücksspiel-Streams lassen sich dabei durchaus auch als Warnung von den Gefahren der Spielsucht nutzen. Es wäre daher wünschenswert, wenn die Plattformen die Streamer dazu verpflichten würden, auf diese Gefahren hinzuweisen, statt die Glücksspiel-Streams vollständig zu verbieten.
  • Zuschauen statt selber spielen: Es gibt unter den Fans viele Menschen, die Gefallen an den Glücksspielen haben, selber aber eigentlich kein Geld riskieren möchten. Für diese Zuschauer ist es eine tolle Form der Unterhaltung, anderen Usern beim Spielen zuschauen zu können. Ist dies nicht mehr möglich, wird der eine oder andere dieser Zuschauer vielleicht doch häufiger selbst Geld riskieren.
  • Kontrolle und Transparenz: Der aktuelle Trend zeigt, dass Streamer durch die Verbote häufig nicht einfach damit aufhören, ihre Glücksspielaktivitäten im Internet zu übertragen. Vielmehr wandern sie zu anderen Plattformen mit weniger strengen Regeln ab. Wenn Plattform-Betreiber einen echten Beitrag zur Spielsuchtprävention leisten möchten, ist es daher unter Umständen besser, klare Regeln für sicheres Streaming festzulegen, statt Inhalte vollständig zu verbieten.
  • Streaming ist ein Wirtschaftsfaktor: Sowohl die Streamer als auch die Plattformen generieren durch das Glücksspiel-Streaming erhebliche Einkünfte. Dies zu verbieten, hätte dementsprechend finanzielle Nachteile. Besser wäre aus Sicht vieler Experten, darauf zu achten, dass durch Glücksspiel-Streams erzielte Einnahmen ordnungsgemäß versteuert werden, was dem Gemeinwohl dienen würde.

Viele Streamer wechseln von Twitch zu Kick.com

Während die bislang beliebteste Streaming-Plattform Twitch das Übertragen von Glücksspielaktivitäten verbietet, wirbt derzeit der neue Konkurrent Kick.com damit, den Streamern viele Freiheiten zu bieten. Einige Stars der Szene werden sogar mit sehr großzügigen Verträgen gelockt, damit sie zu Kick wechseln. Es bleibt noch abzuwarten, ob sich dies wirklich als Erfolgskonzept erweist, bislang spricht aber vieles dafür, dass Kick mit seinem Konzept gut bei Streamern und Fans ankommt.

Schließlich spielt sich Glücksspiel vermehrt im Internet und immer weniger bei niedergelassenen Anbietern ab. Daher ist es lediglich eine logische Konsequenz, dass Streamer hiervon berichten und die Zuschauer an der eigenen Spielaktivität teilhaben lassen wollen. Kick.com könnte der neue Trendsetter in diesem Bereich werden und Twitch als Marktführer ablösen. Bislang liegen diesbezüglich aber bisher nicht genügend Langzeitwerte vor. Wir bleiben daher gespannt und werden die Entwicklungen weiterhin intensiv verfolgen.

Für die Streamer spielt der Wohnsitz eine entscheidende Rolle

Die Gesetze für Glücksspiele sind in einigen Ländern in Europa in den letzten Jahren deutlich strenger geworden, während anderswo nach wie vor sehr liberale Regelungen gelten. Streamer können zu hohen Strafen verurteilt werden, wenn es in ihrem Land verboten ist, Glücksspiel-Inhalte auf Streaming-Plattformen zu verbreiten. Daher ist es wichtig, die Gesetze des eigenen Landes zu kennen.

Einige erfolgreiche Streamer möchten nicht auf ihre Leidenschaft und ihre Einnahmequelle verzichten und wandern daher in andere Länder aus. Beliebt sind beispielsweise die portugiesische Insel Madeira oder Malta, wo es rechtlich kein Problem darstellt, Glücksspiel-Streams im Internet anzubieten. So können die Fans einiger Streamer deren Inhalte trotz strenger Verbote auch weiterhin verfolgen und sich mit spannenden Echtgeld-Spielautomaten unterhalten lassen.

Hier nachlesen ...

Las Vegas knackt ersten Besucherrekord seit Beginn der Corona-Pandemie

Las Vegas knackt ersten Besucherrekord seit Beginn der Corona-Pandemie

Las Vegas begrüßte im Juli fast 3,5 Millionen Besucher, die höchste monatliche Besucherzahl seit Beginn …

Metaverse, NFTs, E-Sports: Wie könnte iGaming in Zukunft aussehen?

Metaverse, NFTs, E-Sports: Wie könnte iGaming in Zukunft aussehen?

In den letzten Jahren hat sich das iGaming bemerkenswert entwickelt – heute handelt es sich …

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert